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Kristalle am Heinzenberg

Infopunkt · Viamala · 2.060 m
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    Kristalle am Heinzenberg
    Foto: Viamala Tourismus
Walter Rinderer, Hobbystrahler, seit mehreren Jahrzehnten regelmässig auf dem Glaspass:

«Manchmal braucht man ein Fünkchen Glück. Nach einem Gewitter entschied ich mich einen Tag zu pausieren. Ein Freund von mir hingegen war voller Tatendrang und suchte auf dem Gebiet der Bruuchalp nach einer Kristallkluft. Schon nach kurzer Zeit telefonierte er mir, ich solle unbedingt kommen. Mein Freund hatte eine Kluft entdeckt, in welcher wir insgesamt 300 Kilogramm Quarzkristalle, dies sind die klassischen durchsichtigen Kristalle, fanden. Sie hatten Spitzen von bis zu 25 Zentimeter und waren in Gruppen von bis zu 50 auf 50 Zentimeter angeordnet. Obwohl viele Kristalle durch die Rutschungen des Hanges zerstört waren, war es ein toller Fund.»

Die Gegend am Heinzenberg ist unter Strahlern bekannt für den klassischen durchsichtigen Quarzkristall. Am Glasergrat, entlang der Nolla sowie bergwärts Richtung Piz Beverin und Bruschghorn gibt es aussergewöhnlich viele Kristallklüfte. Dies zieht Strahler von weit her an den Heinzenberg.

Die Strahlertätigkeit ist ein faszinierendes Handwerk. Wer sich einmal selber darin versuchen möchte, schliesst sich am besten einer geführten Gruppe an und begleitet einen erfahrenen Strahler. Denn neben dem Fachwissen, dem Werkzeug und einem guten Gespür für die richtige Stelle ist auch eine Bewilligung der lokalen Gemeinde notwendig.

Entstehung von Quarzkristallen

Bei der Bildung der Alpen wurden die Gesteine im Untergrund zusammengedrückt und zerbrachen dabei an vielen Stellen. Beim Zerbrechen können tief im Untergrund spaltenförmige Hohlräume auftreten. In diesen sammeln sich sofort heisse Wasser, die gelösten Quarz und Kalzit enthalten. Beim Abkühlen in den Spalten kristallisieren die gelösten Stoffe und es wachsen Kristalle vom Spaltenrand gegen das Zentrum hin. Ist der Hohlraum gross genug, so nehmen die wachsenden Kristalle ungehindert ihre natürliche Form an und es entsteht eine Kristallkluft. Durch Abtrag gelangen solche Kristallklüfte allmählich an die Erdoberfläche.
(Quelle: Kurt Wanner [Hrsg.]: Naturpark Beverin – Ein Kultur- und Landschaftsführer rund um den Piz Beverin. Südostschweiz Buchverlag, Glarus, 2014.) 

Koordinaten

SwissGrid
2'745'450E 1'172'666N
DD
46.689350, 9.340200
GMS
46°41'21.7"N 9°20'24.7"E
UTM
32T 526013 5170699
w3w 
///zielt.unvollendet.falschen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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